Sonntag, 24. September 2006

Turnier in Minden

Die II. Damen, sowie die I. Herren machten sich letztes Wochenende auf den langen Weg nach Minden, um vor Saisonbeginn mal wieder etwas Wettkampfluft zu schnuppern. Nachdem ein Teil der I. Herren schon Freitag angereist war, machten wir uns Samstag früh auf den Weg. Pünktlich 5.50 Uhr trafen wir uns an der Schwimmhalle um die lange Fahrt anzutreten.

Um die Abfahrt noch etwas hinauszuzögern erfand Axel kurzerhand das tolle Gesellschaftsspiel „Wo ist der Autoschlüssel?“. Nachdem in der Halle, in, vor, hinter, unter und neben dem Auto gesucht wurde, tauchte der Schlüssel nach einiger Zeit unter unserem ganzen Gepäck auf Axels Tasche auf. Nun konnte es also endlich losgehen.
Eine „Pullerpause“, einen Blitzer und 4 Stunden später kamen wir bei strömendem Regen in Minden an. Unsere Freude aufs Zelten wuchs verständlicherweise von Minute zu Minute.
Nachdem die Anmeldeformalitäten geklärt waren, konnten wir uns noch ein wenig erholen, bevor 13.00 Uhr die ersten Spiele angepfiffen wurden. Während die Männer in der LK I ihre Spiele in der Kampa-Halle absolvierten, konnten wir in der LK III in der Kreissporthalle antreten. Diese wurde später übrigens noch als Schlafplatz freigegeben.

Da es bei uns nur 4 Mannschaften gab, wurden eine Hin- und eine Rückrunde gespielt. Im ersten Spiel ging es gegen den VFL Marburg. Der erste Satz ging klar mit 25:15 an uns. Im zweiten Satz fiel es uns etwas schwerer, aber auch diesen konnten wir klar mit 25:18 gewinnen. Dafür, dass wir alle eine unbequeme lange Busfahrt hinter uns hatten, war das schon ganz annehmbar.
In unserem zweiten Spiel trafen wir mit Neuenkirchen auf eine Mannschaft, dessen Spielweise eher an den Schulsport erinnerte. Trotzdem schafften sie es mit unserer Hilfe auf jeweils 11 Punkte in den Sätzen.
Das letzte Spiel des Tages ging für uns gegen den Gastgeber 1. VC Minden. Aber auch dieses Spiel gewannen wir mehr oder weniger souverän mit 25:19 und 25:17. 3 Spiele gewinnen, das hatten wir nicht einmal in der gesamten letzten Saison geschafft.

Abends wurde dann „Pizza & Party“ angekündigt. Wir zogen jedoch lieber Linsensuppe, 5 Minuten-Terrine oder Stulle vor. Nach dem langen Tag waren wir ziemlich erschöpft. Er sollte aber noch viel länger werden. Nachdem wir unser Schlaflager in einer Hallenecke eingerichtet hatten, gingen einige von uns mal nach der Party schauen. Einige nur sehr kurz- andere länger. Aber es war egal, denn zum schlafen kam man in einer Halle, in der ca. 25 Mannschaften schliefen eh nicht. Als erstes kamen gegen 3 Uhr Rene und Martin. Nicht mehr ganz nüchtern, schafften sie es sämtliche Schlafenden zu wecken und durften sich auch Beschwerden von anderen „Hallen-WG-Bewohnern“ anhören. Laura bekam von alledem dank ihrer Ohropax nichts mit – die Glückliche. Nachdem beide endlich schliefen trudelten nach und nach immer mehr Volleyballer/innen lautstark ein. Die letzten kamen, glaube ich, gegen um 6. Man sollte vielleicht erwähnen, dass die Halle 9.00 wieder geräumt sein sollte, für die anstehenden Spiele.
Hundemüde und wie in Trance fanden wir uns am Sonntag um 10.00 Uhr auf dem Spielfeld wieder.

Der Verlauf des 1. Spieles zog sich den ganzen Tag durch. Der erste Satz wurde klar gewonnen und im zweiten ließen unsere Kräfte und Konzentration stark nach.
Die Ergebnisse:
VC Wildau – Marburg (25:8; 25:20);
VC Wildau - Neuenkirchen (25:6; 25:19)
VC Wildau-1. VC Minden (25:13; 25:23).

Die endgültige Rangliste lautete:
1. Wildau
2. Minden
3. Marburg
4. Neuenkirchen

Wir hatten es also tatsächlich geschafft ein Turnier zu gewinnen. Die Rückfahrt traten wir 16.00 Uhr an und gegen 21.00 Uhr waren dann auch alle endlich zuhause.
Sicherlich gibt uns das Wochenende etwas Mut für die anstehende Saison. Uns ist aber auch klar, dass unsere zukünftigen Gegner ein weitaus höheres Spielniveau an den Tag legen werden und wir noch eine ganze Menge zulegen müssen um mithalten zu können. Also heißt es für uns fleißig Trainieren und weiterhin Treppe laufen.

Es waren dabei: Jui, Bine, Laura, Maria, Lisa, Anne, Anja und natürlich Papa Axel

Montag, 4. September 2006

Vorbereitungsturnier in Wünsdorf

Am Samstag den 02.09.2006 nahm die männliche A-Jugend Vertretung am Vorbereitungsturnier des SV Klausdorf 1900 in Wünsdorf teil. Mit dem Starterfeld PSV Herzberg (LK), Pneumant Fürstenwalde (LK), SV Klausdorf I (LK), SV Klausdorf II (C Jugend), Rot Weiss Dabendorf (KK) hate man ein durchaus anspruchvolles Starterfeld im 6er Turnier für eine Mannschaft die eigentlich hauptsächlich aus B-Jugendlichen besteht.
Bei der Gruppeneinteilung erwischte man SV Klausdorf II sowie PSV Herzberg gegen die es auch gleich im 1. Spiel losging. Merkte man den Jungs im 1. Satz (2 Gewinnsätze wurden gespielt) noch ihre Nervosität an (14:25), konnte man der Landesklassentruppe im 2. Satz immerhin 22 Punkte abtrotzen. Wobei diese keineswegs schwächer wurden, sondern unsere Jungs immer mehr an Selbstvertrauen gewannen und phasenweise mit richtig geilen Szenen glänzen konnten. Letzten Endes setzte sich aber die Routine und Erfahrung der Herzberger verdient mit 2:0 nach Sätzen durch.
Im 2. Spiel der Gruppe konnte Herzberg die aufopferungsvoll kämpfende 2. Mannschaft aus Klausdorf ebenfalls mit 2:0 besiegen.
Im entscheidenden letzten Gruppenspiel gewannen unsere Jungs mit 2:0 gegen die sehr junge Vertretung aus Klausdorf, hier muss man anmerken das dies aber keinesfalls so deutlich geschah wie erwartet. Denn auch gegen den VCW kämpften die 13/14 jährigen wie die Löwen und es kamen doch deutlich mehr Bälle zurück als man gedacht hatte. Aber am Ende stand der 2. Gruppenplatz und damit der Einzug in das Halbfinale fest.
Hier traf man auf die 1. Mannschaft aus Klausdorf und die Zuschauer sollten den besten Satz des Tages (hab das Finale allerdings nicht gesehen) zu sehen bekommen. Gegen die eingespielte Truppe geriet man zwar mit 3:9 ins Hintertreffen, aber eine starke Aufholjagd brachte die Wildauer wieder heran. Ich weiss die Zwischenstände nicht mehr, denn jetzt folgte eine Klassepartie mit super Ballwechseln. Bis zu 5 mal ging es hin und her wobei keine der beiden Mannschaften den armen "Molten" schonte. Am Ende dieses 1. Satzes unterlag man in einem hauchdünnen Finish mit 24:26. Im 2. Satz unterlag man dann schon deutlicher, was an einer schwachen Annahme lag die bis dahin bombensicher war (es wurden sonst sogar echte Aufsteiger gespielt und versenkt).
So sollte man im Spiel um Platz 3 auf Fürstenwalde treffen. Eine eigentlich ebenfalls starke Truppe, die allerdings gegen uns keine richtige Lust mehr zu haben schien oder sich einfach nur zurücknahm. Die Geschenke konnten die Wildauer Jungs allerdings nicht verwerten, waren sie doch mittlerweile ein wenig platt und vielleicht auch ein wenig enttäuscht trotz sehr guter Leistungen, gegen die höherklassigen Teams noch keinen Satz geholt zu haben.
Am Ende belegte man den 4. Platz im Turnier und nahm die Erkenntnis mit, dass man in den letzten Wochen im Training sehr gut gearbeitet hatte. Wie schon beschrieben, gab es auf Wildauer Seite sehenswerte Angriffe auf allen Positionen, starke Blocks (senkrecht) und bis auf eine kleine Phase durchweg sehr gute bis gute Annahmen. Auch im Aufschlag agierte man druckvoll und es gab die ganze Pallette vom Flattermann bis zum Springer. Wenn wir weiter so fleissig trainieren braucht uns zumindest in der Kreiskliga dieses Jahr nicht bange werden. Man muss auch noch dazu sagen, dass man nicht unbedingt in Bestbesetzung antrat, hatten doch Erik Betac sowie Michel Reichow krankheitsbedingt, sowie Bastian Knoop (Urlaub) absagen müssen. Mit nur einem Wechselspieler hatte man auch nicht so viele Alternativen auf der Bank, so das Johannes Norden leicht angeschlagen das Turnier bis auf die letzten 4 Bälle durchspielen musste.
VC Wildau: Florian Pietsch, Peter Ihle, Johannes Norden, Matti Leydecker, Ronny Wentzke, Rene Typky, Christopher Flowers