Sonntag, 28. Januar 2007

Da war der Wurm drin

Am vergangenen Samstag stand für die 1. Damen ein Heimspiel an. Als Dankeschön für ihr Kommen, machten wir es den Gastmannschaften PSV Herzberg und WSG Buckow nicht zu schwer, sich jeweils 2 weitere Punkte für die Tabelle zu verdienen. Aber von vorn:

Da wir, wie so oft an den wichtigen Spieltagen, an schwerwiegender Unterbesetzung litten, holten wir uns Laura Hertlein und Anja Fladrich von den 2. Damen zur Verstärkung in die Mannschaft. An dieser Stelle gleich ein großes Dankeschön an euch, ihr habt eure Sache gut gemacht!

Das erste Spiel stand gegen den Erstplatzierten PSV Herzberg an. Schon zu Beginn wurde deutlich, dass unsere Annahme stark zu Wünschen übrig ließ. Die ersten Aufgaben vom Gegner konnte nicht zurück ins gegnerische Feld gebracht werden, so dass wir sofort 2 Punkte zurück lagen. Erleichterung machte sich bei unserem ersten Punkt breit und wir konnten anfangen etwas Volleyball zu spielen. Angriffe über 2, 3 und 4 funktionierten, die gegnerischen Angriffe konnten teilweise abgeblockt werden. Dennoch lagen wir den Herzberger Mädels im gesamten ersten Satz hinterher und verloren 21:25.

Im zweiten Satz erreichten wir unsere Tageshöchstform und blieben den Gegnern bei 8:11 und 19:20 dicht auf den Fersen. Doch aufgrund schlechter Annahme und Blockarbeit mussten wir auch diesen Satz 23:25 abgeben.

Über den dritten und letzten Satz möchte man eigentlich nicht mehr reden, die Annahme war eine Katastrophe. In der ersten Auszeit bei 6:11 forderte Trainer Thomas Eick auf, sich in der Annahme zu konzentrieren. Er durfte sich in der zweiten Auszeit bei 6:15 wiederholen. Die gegnerische Aufgabenspielerin machte eine Serie von 14 (!) Punkten, Zuspielerin Caro L. bekam nach eigenen Aussagen nur 2 Bälle im gesamten Satz in die Hand. Die Gegnerinnen durften mittlerweile kalt geworden sein und gewannen 25:12 und somit 3:0.

Schwer geknickt gingen wir in das zweite Spiel gegen WSG Buckow, die wir zuvor bereits zweimal 3:0 geschlagen hatten. Doch auch dort sollte sich das Annahmedrama fortsetzen. Zu Beginn des ersten Satzes blieben wir mit den Buckower Mädels gleichauf, doch die Gegnerinnen überzeugten zum Satzende mit ihren Aufgaben und wir verloren 20:25. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war allen Spielerinnen klar, dass dies ein Ausnahmespieltag war. Annahme, Block, Aufgaben – alles lag unterhalb unseres üblichen Niveaus.

Im zweiten Satz konnten wir uns noch etwas wehren, unterlagen dennoch 21:25.

Im dritten und letzten Satz des Tages sah man nur noch geknickte Gesichter auf unserem Spielfeld. Der Gegner brauchte sich nur auf druckvolle Aufgaben konzentrieren und konnte so sicher punkten. Kam dennoch ein Angriff zustande, KONNTEN die Anweisungen vom Trainer nicht umgesetzt werden, wohin der Ball ins gegnerische Feld platziert werden sollte. Also verloren wir auch diesen Satz 16:25 und stellten somit unseren Negativrekord von 2 verlorenen Spielen an einem Spieltag auf.

Die darauf folgenden Diskussionen und Emotionen sind nach so einem Spieltag sicherlich berechtigt, aber es gibt eben auch schlechte Tage. Jeder hat sein Mögliches gegeben, diesmal war nur einfach der Wurm drin. (Zitat: Jule) Wir haben nichts zu verlieren, also lasst uns Spaß am Volleyball haben und den Gegnern zeigen, was wir können!!!

1. VC Wildau: Tine Fladrich, Claudia Hübner, Carolin Lehmann, Melanie Mulack, Julia Rick, Friederike Rolle, Sandra Wiedemann, Anja Fladrich, Laura Hertlein

Montag, 22. Januar 2007

LM letzter Spieltag D-Jugend m

Die AK der 93´er Jahrgänge bestritt am Sonntag (21.01.2007) ihren letzten Spieltag in der LM. Christopher Wolf, Tim Hoffmann, Matthias Norden, Lin Lin Ye und Sebastian Körnicke schlossen ihre Saison mit 2 klaren 3:0 Siegen ab. Das Fazit lautet : Erwartungen erfüllt. Hätte man im Laufe der Saison nicht den Spielmodus geändert, wer weiss ob unsere Jungs dann nicht doch noch in die Endrunde gerutscht wären. Auch diesmal ein Dank an alle Eltern die dabei waren.

Montag, 15. Januar 2007

Saisonstart der jüngsten in Angermünde

Am Sonntag dem 14.01.2007 starteten die LM der jüngsten Volleyballer in Brandenburg. Gespielt wurde in Angermünde, wo in der Mehrzweckhalle 5 Spielfelder aufgebaut waren. Bemerkenswert ist es das unsere in der Regel 1-2 Jahre jüngeren Spieler mehrere Spiele freundlich, ja sogar recht eng und spannend gestalten konnten. Höhepunkt war der erste Sieg der 2. Vertretung gegen Waldstadt IV. Ein Dank geht an alle Eltern für die Unterstützung an diesem 1. Spieltag der F-Jugend (m). Ebenso an Felix Neumann, der trotz Krankheit die weite Reise mitmachte.

1. VC Wildau: Christian Schirmer, Christopher Wunnicke, Max Sommerfeld, Leon Endres, Sebastian Rutz

Weibliche A-Jugend knapp gescheitert

Am heutigen Sonntag kamen 3 A-Jugend Mädels in den Genuss der persönlichen Abholung durch Busfahrer und Trainer in Personalunion. Allerdings war der Morgen gerade erst am grauen (7.30 Uhr Abfahrt), was den Genuss wohl etwas relativierte. Die restlichen 4 Spielerinnen (unglaublich komfortabler Personalüberhang von einer Spielerin) warteten pünktlich (!!!) vor der Halle in Wildau und ab gings zusammen im Gemeindebus nach Eberswalde zur Qualifikationsrunde für die weibliche A-Jugendmeisterschaft.
Wittenberge trat wegen Spielermangel gar nicht erst an, so wurden die beiden Startplätze für die Endrunde der Meisterschaft unter den verbliebenen 5 Mannschaften (Motor Eberswalde, VC Angermünde, VfK Pritzwalk und SC Potsdam I) ausgespielt.
Unser Spieltag begann gleich mit dem Spiel gegen Potsdam I, insofern ganz günstig, da das erste Spiel des Tages auf Grund der Verschlafenheit meistens eh nicht Wildaus Stärke ist. So wollten wir uns denn ein bisschen wach schießen lassen und gegen den haushohen Favouriten so gut wie möglich aus der Affäre ziehen. Aber manchmal ist ja bekanntlich komisch, und so sah man sich von Beginn des ersten Satzes durchaus auf Augenhöhe mit den Potsdammer Spielerinnen, die allerdings ohne 5 Stammspieler antraten. So erkämpften wir uns gar einen kleinen Vorsprung beim  Spielstand von 12:9, der allerdings beim Stand von 17:17 wieder dahin war. Anschließend spielte der Gegner seine Größenvorteile konsequent aus, so dass der Satz zu 18 abgegeben wurde. Der 2. verlief genau andersherum: wir lagen schnell mit 4:9 zurück, kämpften uns aber über 8:12 und 10:14 wieder heran und schafften bei 17:17 den Ausgleich. Dann zogen die Potsdamer allerdings das Tempo wieder etwas an, beim Stand 19:24 konnten zwar noch mal 3 Punkte erkämpft werden aber der Satz, und damit das Spiel gingen 25:22 verloren. An dieser Stelle schon mal vorweg: Es war trotz der frühen Stunde und Niederlage das beste Spiel der Wildauerinnen: Die Eigenfehlerquote ging gegen Null, es wurde frisch und mutig aufgespielt und jeder Punkt gegen das bundesligaerfahrene Team aus Potsdam schien doppelt zu zählen. Da machte sogar das Zuschauen Spaß.

Um die Chanchen auf ein Weiterkommen zu wahren musste im anschließenden Spiel gegen den VfK Pritzwalk ein Sieg her. Im Grunde war das Spiel eine recht klare Angelegenheit. Der Schwung aus dem Spiel gegen Potsdam wurde zum Teil mitgenommen, so dass wir fast immer in Führung lagen. Allerdings wechselten sich Phasen in den die Punkte hart und konsequent erkämpft wurden mit solchen ab, in denen durch unnötige Annahmefehler  und Abstimmungsprobleme 3-4 Punkte hintereinander verschenkt wurden. Daher auch das recht knappe Ergebnis von 25:21 im ersten Satz. Im 2. Satz kam die Annahme dann deutlich präziser, so dass unser Angriffsspiel effizienter gestaltet werden konnte. Caro in der Mitte war selten zu stoppen, es war kaum zu merken dass dies nicht ihre Stammposition ist. Julia als Zuspielerin lieferte wie auch im Spiel gegen Potsdam eine gute bis sehr Leistung ab: Bälle wurden (flink!!!) erlaufen, es gelangen Blocks, selbst lange Pässe über 7-8m erreichten in etwa das Zielgebiet an der Antenne (der Ringtrick) und auch die Feldabwehr schien kein Fremdwort mehr. Beste Saisonleistung bis dato! (Muss allerdings zugeben dass ich noch nicht allzu viele Spiele sehen konnte). Bei Struppi scheinen sich die Liegestütze langsam auszuzahlen, hart geschlagene Aufsteiger waren keine Mangelware und die Feldabwehr wurde souverän wie immer erledigt. Bine ersetzte in diesem 2. Satz Sandra, die bis dahin in allen 3 gespielten Sätzen mit gemeinen, unter der Netzkante geschlagenen Bällen glänzte, die trotzdem meist ihren Weg ins gegnerische Feld fanden. Und auch Laura hat offenbar den Mut und die Lust an hart geschlagen Bällen wieder gefunden: Der Block störte sie da eher weniger, wenn schon Fehler, dann konsequent ins aus gehämmert. Aber die Quote konnte sich trotz allem sehen lassen! Dank der geschlossen guten Leistung konnte der Satz klar mit 25:13 gewonnen werden.

Nach der Spielpause, in der Potsdam klar gegen Pritzwalk gewann und Paula wegen nem Kürbis auf dem Autodach Tränen lachte, mussten wir im Überkreuzvergleich gegen Motor Eberswalde spielen, die sich zuvor in der anderen Staffel im Tiebreak gegen VC Angermünde durchgesetzt hatten. Der erste Satz schien völlig an uns vorbei zu gehen. Die Annahme war deutlich unstabiler, die daraus folgenden unpräzisen Pässe konnten nicht so geschlagen werden dass der Gegner unter Druck gesetzt werden konnte. Unser Mittelangriff fand aus demselben Grund nahezu überhaupt nicht statt, so dass der Satz 15:25 verloren ging. Im 2. Satz genau das Entgegengesetzte Bild: Durch druckvolle Aufgaben, besonders von Paula, hatten die Eberswalder Probleme mit Ihrer Annahme und konnten demzufolge ihr Angriffsspiel nicht aufziehen. Der Satz ging 25:17 an uns. Die Entscheidung im Tiebreak musste her, in diesem alles entscheidenden Spiel. Nach schnellem Rückstand von 0:4 erste Auszeit. Und wieder war es Paula, die mit Ihren Aufgaben den 5:5 Ausgleich vorbereitete. Nun war Stimmung im Spiel und um jeden Punkt wurde hart gekämpft. Wechsel bei 7:8, Miniführung bei 12:11. Dann Fehlerserie, Herzrasen und Auszeit beim Stand von 12:14. Tommy würde sagen „Trainerpunkt“, denn die folgende Aufgabe versenkten die Eberswalderinnen im Netz. Eine weitere gelungene Aktion brachte den 14:14 Ausgleich. Es folgte ein langer Ballwechsel, bei dem dreimal die Chance vertan wurde sich den Punkt zu sichern. Beim 14:15 für Eberswalde folgte ein Ball der Kategorie „Nimm du ihn ich hab ihn sicher“: Der Ball fiel nach einem Abstimmungsproblem zu Boden und ließ die Meisterschaftsendrundenträume platzen...
Schade, schade, schade... (besser so Struppi?)

Da die Gäste aus Pritzwalk ein frühes Nachhausekommen Ihren Schiedsrichterpflichten vorzogen, „durfte“ ich dass Spiel um Platz 1 und 2 pfeifen. In gewohnter Manier setzte sich Potsdam zügig, wenn auch wenig deutlicher als erwartet gegen Eberswalde durch, so dass ich ab der 2. Hälfte des 2. Satzes wieder in den Genuss der Wildauer Volleyballkunst im Spiel um Platz 3 und 4 kam. Der erste Satz wurde knapp verloren (ohne mich, ich stand ja pfeifend auf dem Nachbarfeld), und im 2. Satz waren 3 Satzbälle nötig um den Satz mit 28:26 zu unseren Gunsten zu entscheiden. Und auch der Tiebreak ging mit 15:13 an uns, so dass wir als 3. aus der Qualifikation gehen, eventuell mit der Minichance in die Endrunde nachzurücken, falls ein Team nicht antreten sollte.
Gerade im 2. und 3. Spiel waren Ermüdungserscheinungen und daraus resultierende Unkonzentriertheiten nicht zu übersehen, allerdings war ein Teil der Mädels auch gestern schon mit der Landesklasse im Ligabetrieb im Einsatz. Spaß hat es trotzdem gemacht. Ein Teil der Mannschaft: Struppi, Sandra und Bine, sind dabei seit ich dass Team vor fast 4 Jahren übernommen hab, gaben heut ihr Abschiedsspiel für die A-Jugend: gut gemacht Mädels! Und mit den anderen hab ich ja im nächsten Jahr vielleicht auch noch das Vergnügen!?

1. VC Wildau: Caro Rick (MB), Laura Bley (AA), Sandra Wiedemann (D), Julia Tischler (Z), Bine Stieg (U), Paula Kastner (AA) und Struppi alias Laura Hertlein (MB)