Montag, 19. Oktober 2009

3. Spieltag in Hoppegarten

Am 17.10.09 fuhren wir mit dem Gemeindebus nach Hoppegarten, um uns mit den beiden Tabellenersten zu messen. Nach einer kleinen Odyssee durch Hoppegarten und halb Berlin (eine Zufahrtsstraße war gesperrt) erreichten wir spät aber noch rechtzeitig zum Anpfiff die Halle.

Nach mehr oder weniger Umziehen stürzten wir uns ins Schiedsgericht. Es versprach ein spannendes Spiel zu werden. Am Ende schlug Hoppegarten Mühlenberg-Strausberg mit 3:1.

Danach sollte unser Abenteuer beginnen. Mit Neuzugang Anke aber zahlreichen Verletzten oder anderweitig Verhinderten versuchten wir ein gutes Spiel abzuliefern. Dass der Gegner überlegen war wussten wir. So verloren wir auch den ersten Satz 16:25.

Getreu dem Beachmotto „Der erste Satz zählt nicht.“ stürzten wir uns in den 2. Satz. Der lief erstaunlich gut an. Nach einer 8:6-Führung  bauten wir den Vorsprung 14:9 aus. Aber damit war unser Gegner wohl nicht einverstanden. Denn Hoppegarten drehte noch das Spiel und gewann mit 25:23.

Im dritten Satz ließen dann die Gegnerinnen nichts mehr anbrennen und gewannen 25:15. Positiv war dann auch die Bewertung des gegnerischen Trainers mir gegenüber: „Deine Mannschaft spielen gut, klein aber spielen gut!“

Das letzte Spiel des Tages sollte unerwartet schnell über die Bühne gehen. Nach anfänglicher Gegenwehr und dem Versuch den Gegner wenigstens ein bisschen zu ärgern verloren wir dann doch mit 13:25, 17:25 und 10:25.

Auch wenn gegen die beiden Ersten der Tabelle nichts zu holen war, spielte niemand an seinem Limit. Was bei einigen Spielerinnen auch bestimmt an fehlender Motivation lag.

Es spielten: Stephie, Christin, Chrissi, Anke, Caro und Bine

Sonntag, 11. Oktober 2009

Damen I erkämpfen zweiten Sieg

Eisenhüttenstadt/Wildau, 10. Oktober 2009 – In einem spannenden Duell gegen VSV Havel Oranienburg erkämpfen sich die 1. Damen im Tie-Break den zweiten Saisonsieg in der Brandenburgliga. Von Gastgeber und Regionalligaabsteiger VSB offensiv Eisenhüttenstadt trennte man sich 0:3.

In ausgedünnter Besetzung machten sich die 1.Damen im Mannschafts-VIP-Shuttle auf den Weg nach Eisenhüttenstadt. Das Fehlen von drei Außenangreifern und die Verletzung von Diagonalspielerin Steffi schürten den Pessimismus der Mannschaft.

Das erste Spiel gegen Gastgeber Eisenhüttenstadt sollte dazu genutzt werden in den eigenen Spielrhythmus zu finden. Mit Caro R. im Zuspiel, Anne als Diagonale, Laura und Paula im Außenangriff und Mittelblockern Claudi und Mella – und ohne Libera - ging es in den ersten Satz. Schnell wurden unserer Defizite sichtbar: Annahme und Abwehr waren viel zu unbeweglich, wenn ein Spielzug aufgebaut werden konnte, dann wurde der Ball im Angriff nicht „tot gemacht“. Im gesamten Satz bestimmten die Gegnerinnen das Spiel, 16:25.

Besserung war auch in Satz 2 nicht in Sicht. Die Eigenfehlerquote gewann überhand und wir beschäftigen uns mehr mit uns als mit dem Gegner – der Satzverlust bei 20:25 war die Folge.

Im dritten Satz war endlich etwas Kampfgeist zu spüren. Verloren geglaubte Bälle konnten gerettet werden, die Aufgaben gingen verlässlich über das Netz und durch ein variables Zuspiel konnte zunehmend der gegnerische Block ausgespielt werden. Vom 8:12 Rückstand konnte man sich auf 22:23 herankämpfen. Die Stimmung war gut und der Siegeswillen groß. Der erste gegnerische Satzball (24:25) konnte durch Einwechselung von Zuspielerin Caro L. abgewehrt werden. Mit konsequenten Angriffen und variablen (Sprung-) Aufgaben setzten wir die Gegnerinnen zunehmend unter Druck und erspielten den ersten Satzball, 26:25.  Eine verschlagene Aufgabe brachte Eisenhüttenstadt wieder ins Spiel. In einem spannenden Ballwechsel konnte der zweite gegnerische Satzball abgewehrt werden, 27:27. Die letzte, leider ungenaue Annahme brachte den Gegnerinnen den letzten entscheidenden Punkt und bestimmte unsere 0:3 Niederlage (16:25, 20:25, 27:29).

Das zweite Spiel wollten wir unbedingt gewinnen. Diagonalspielerin Steffi kribbelte es in den Fingern und stärkte trotz Fußverletzung als Libera die Annahme und Abwehr der Mannschaft. Mit vergleichbarer Leistung des ersten Spieles schafften wir es ohne viel Anstrengung den ersten Satz nach Hause zu bringen, 25:17.

Mit der 4:0 Führung im zweiten Satz dachten wir wohl, dass es so weitergehen würde und ruhten uns auf unserem Satzgewinn aus. Bei 9:10 holten uns die Oranienburger Mädels ein und zogen mit einer Aufgabenserie 10:18 davon. Der Rückstand konnte nicht mehr aufgeholt werden und der zweite Satz ging 17:25 verloren.

Zuspielerin Caro R. wechselte im dritten Satz auf die Diagonalposition. Mit druckvollen Angriffen und guter Blockarbeit konnten wir in Führung gehen und gaben diese auch nicht mehr her, 25:22.

Zum vierten Satz möchte man nicht viele Worte verlieren: Eigentlich wurde der gesamte Satz quasi verschlafen und wir reagierten nur auf die Aktionen der Gegnerinnen. Wegen unserer Unbeweglichkeit und uneindeutigen Pässen gingen wir über zur Taktik „Spiel mit zwei Zuspielern in der Brandenburgliga“. Zwar schafften wir es stellenweise den Gegner zu verwirren, den Satz mussten wir dennoch 20:25 abgegeben.

Im sich anschließenden Tie-Break war endlich wieder Siegeswillen zu spüren und von Anfang an gingen wir in die Offensive. Mit unserer konsequenten Spielweise setzen wir Oranienburg unter Druck und bauten einen kleinen Puffer auf, 8:5. Mit nahendem Satzende wurde die Freude immer größer – und auch die Angst, das Spiel vielleicht doch noch abzugeben. Bei 12:9 ging Anne zur Aufgabe und machte den Sack, unterstützt durch Block und Angriff, zu. Die Freude über den zweiten Saisonsieg war riesig: 3:2 (25:17, 17:25, 25:22, 20:25, 15:9).

Mit dem zweiten Saisonsieg landen die 1. Damen auf dem 6.Tabellenplatz und sichern zunächst den Abstand zu den Abstiegsplätzen. Trainer Thomas hält sich bei seinem Kommentar kurz: „So schön kann siegen sein!“

Es spielten: Laura, Anja, Paula, Caro L., Anne, Caro R., Claudi, Steffi, Mella
Es coachte: Thomas