Montag, 19. November 2012

Männer I in Schöneiche: „Hier geht was!“

Am 5. Spieltag in der Landesliga Süd trafen die 1. Männer des VC Wildau auf die Mannschaften Kolkwitzer SV und TSGL Schöneiche III. Spielort war die Lehrer-Paul-Bester Halle in Schöneiche. Das Programm: Spiel 1 gegen Kolkwitz und Spiel 2 gegen TSGL Schöneiche. Sehr groß sollte der Kader aber nicht werden, da StephanWelzel, Torsten Rusbült und Basti Liebsch leider arbeitsbedingt absagen mussten.
Angekommen in Schöneiche gab es erst einmal Teambesprechung mit dem nun kompletten Team. Die Frage des Tages: Libero oder nicht Libero? Nachdem das Thema zu Gunsten des Libero und damit gegen einen weiteren Auswechsler gefallen war, ging es in die Umkleide zum Umziehen. Währenddessen die Worte des Trainers: „Also Jungs, wir wollen hier zwei Punkte mitnehmen, das heißt, wir schlagen Kolkwitz und Schöneiche wollen wir ärgern.“
Kolkwitz vs. Wildau 1:3
Der erste Satz war bezeichnend für die Startleistung des VC Wildau. Die Mannschaft war einfach wacher und zielstrebiger nach dem Einschlagen. Sehr schnell lag man 8:5 in Führung. Dann war Jon Liedtke mit der Aufgabe an der Reihe. Die Position sollte er nicht so schnell wechseln. Als es dann doch so weit war und das Team wieder in die Annahme mussten, stand es bereits 15:5. Der Satz wurde letztendlich mit 25:11 gewonnen.
Im zweiten Satz spielten dann auch die Kolkwitzer wieder mit. Ihre Annahme wurde stabiler und nun durfte auch der Wildauer Block zupacken. Doch eben dieser und die Feldabwehr waren einfach besser als bei den Jungs aus Kolkwitz. Viele Punkte in Satz 1 und 2 erzielten die beiden Wildauer Mittelblocker Klaus Dittmer und Marco Göhr, die sich jeweils mit Schnellangriffen und Blockpunkten durchsetzten. Dies war jedoch nur möglich durch die starke Annahme von Ronny Wentzke, der teilweise die Hälfte des Feldes abdeckte. Mit 25:20 war der Satz entschieden.
Der berühmte 3. Satz von Wildau – Wie immer nach zwei starken Sätzen gab es für die Wildauer Mannschaft auch an diesem Tag wieder einen Dämpfer. Alle auf dem Feld wollten keinen vierten Satz gegen Kolkwitz. Leider sagte die Körpersprache der Wildauer Jungs aber was anderes. Als Klaus Dittmer draußen stand (Libero Micha Weber war im Spiel), konnte er nicht glauben, was er sah. Er nahm dann beim Stand von 7:13 für Kolkwitz eine Auszeit, um alle wieder wachzurütteln. Die Ansage lautete, man solle doch wieder tief stehen und die Feldabwehr wieder aufnehmen. Alle Spieler gelobten Besserung. Doch wie gesagt, es drohte der berühmte 3. Satz von Wildau. Die Spieler gingen auf das Feld und wollten alles besser machen – Pustekuchen.
Die Annahme, die vorher sehr gut war, baute stark ab. Die Mannschaft versuchte die Annahme etwas umzustellen um gerüstet in das Spiel gegen Schöneiche zu gehen. Doch leider ging in diesem Satz nicht mehr viel und die Wildauer verloren ihn mit 12:25 Punkten.
Was nun? Totaleinbruch oder Trotzreaktion? Es wurde im vierten Satz eine Trotzreaktion. Alle zogen wieder an einem Strang und so wurden die geforderten zwei Punkte, die der Trainer an dem Spieltag haben wollte, in nur 14 Minuten eingespielt. Wildau gewann deutlich mit 25:11.
Nun stand die Pause und Auswertung des Spiels an. Gemeinsamer Tenor der Mannschaft: Starker 4. Satz, Stimmung gut, jetzt Schöneiche ärgern, auf geht's.
TSGL Schöneiche vs. Wildau 1:3
Der erste Satz ging gleich los mit einer Menge Arbeit für Libero Micha Weber und Außenangreifer Jon Liedtke. Die gegnerischen Spieler vermieden den Aufschlag auf Ronny Wentzke und setzen die Wildauer Annahme mit kurzen Aufschlägen unter Druck. Es dauerte nicht lange und es kamen die ersten Beschwerden von unserem Zuspieler. Viele Sprungflatter- und Flatteraufschläge wurden nicht wie vom Trainer gefordert angenommen. Demzufolge nahm der Trainer eine Auszeit beim Stand von 13:20 für die TSLG Schöneiche. Die Emotionen gingen in der Pause hoch, konstruktive Anweisungen kamen dann vom Trainer. Trotz Umsetzung er Vorgaben ging der erste Satz noch mit 25:17 an die Gastgeber.
Im zweiten Satz lagen die Wildauer gleich 2:5 hinten. Die erste Auszeit wurde sogleich genommen, um den Gegner aus dem Konzept zu bringen. Es klappte sehr gut und bei der ersten Auszeit der TSGL Schöneiche waren die Gäste auf 7:7 herangekommen. Der zweite Satz war an dem Tag der entscheidende. Die Annahme wurde wieder stabil und das Wildauer Angriffsspiel wurde dadurch flexibler, so dass die Wildauer Angreifer teilweise nur einen Blockspieler gegenüber standen. Regelmäßig punktete die Wildauer Mannschaft über die starken Mittelblocker. Leider war Schöneiche auch bemüht, diesen Satz zu gewinnen. Besonders Außenangreifer Marchal, der den Wildauern schon beim Heimspiel die Angaben um die Ohren gehauen hatte, machte sehr viel Druck mit seinen Aufgaben. Libero Micha Weber, der zwei dieser Angaben nur wieder direkt in gegnerische Spielhälfte annahm, hatte an dem Tag keine Lösung parat. So musste Mittelblocker Klaus Dittmer die Annahme verstärken. Entweder lag es an der Trikotfarbe des Liberos (Rot) oder an der Präsenz von Klaus Dittmer, aber fortan war die Annahme stabiler. In dem Satz blieb Wildau mit Schöneiche auf Augenhöhe und schaffte es, einen Vorsprung von zwei Punkten aufzubauen. TSGL Schöneiche versuchte nun mit ihrer zweiten Auszeit die Gäste aus dem Konzept zu bringen. Stand 20:18 für Wildau. Die Mannschaft hielt durch und gewann diesen wichtigen Satz nach 27 Minuten mit 27:25.
Start in den 3. Satz. Die Stimmung war super, alle feuerten sich gegenseitig an und jeder kämpfte für den anderen. Tolle Teamleistung! Die Ansage vom Trainer: „Hier geht was!“ hatten nun alle verinnerlicht und so spielte Wildau die TSGL Schöneiche an die Wand. Die Wildauer Männer stellten Ihr Aufschlagspiel um und setzte so die Annahme von Schöneiche unter Druck. So gewann Wildau den Satz mit 25:12.
Satz 4 begann mit einer Schrecksekunde. Beim Stand von 1:1 musste das Wildauer Team eine Auszeit nehmen. Jon Liedtke hatte einen Krampf in der rechten Wade. Doch da kein Auswechsler auf der Bank saß, musste er weiter spielen. Es entwickelte sich zu einem Spiel auf Augenhöhe. In den entscheidenden Phasen schafften die Wildauer Jungs mit Stimmung und Kampfgeist, das Spiel ausgeglichen zu halten. Es klappten einfache Dinge, die an manchen Tagen nicht klappten. Bestes Beispiel war der "Baggeraufsteigerpass" von Zuspieler Sven Rehfeldt auf Mittelblocker Klaus Dittmer, der diesen auf den Boden hämmerte und bei der TSGL Schöneiche für erstaunte Gesichter sorgte. Das Team erarbeitete sich einen Vorsprung von drei Punkten bis zur letzten Auszeit der TSGL Schöneiche. 18:15 für Wildau. Leider kam die TSGL Schöneiche wieder auf 24:24 ran, aber jetzt auch angefeuert von StephanWelzel, der nach seiner Frühschicht noch in der Halle vorbeikam, sicherte Mittelblocker Marco mit seinem Schnellangriff Sieg. So gewann Wildau den Satz verdient mit 27:25.
1. VC Wildau: Klaus Dittmer, Sven Rehfeldt, Alexander Rossa, Jon Liedtke, Michael Weber, Ronny Wenzke, Marco Göhr

Montag, 12. November 2012

Trotz Niederlagen Licht am Ende des Tunnels

An diesem 4. Spieltag der Landesklasse Ost hieß es für die zweite Mannschaft des 1. VC Wildau die heimische Halle spielgerecht her zu richten, denn es wurden die Gäste aus Lübben und Eichwalde erwartet.Gegen diesen zwei Mannschaften stand der Spieltag ganz unter dem Motto „Jugend forscht“. Doch der Reihe nach. Zunächst spielten die Gäste gegeneinander. In einem über weite Strecken engen Spiel konnte sich Eichwalde mit 3:0 durchsetzen und so der vermeintlichen Favoritenrolle gerecht werden.
Im zweiten Spiel konnte der Wildauer Trainer Ronny Wentzke bei seiner Premiere auf der Bank aus den sprichwörtlichen Vollen schöpfen und verzichtete weitestgehend auf etablierte Stammkräfte und setzte auf den vereinsinternen Nachwuchs. So fanden sich in der Startsechs 5 Spieler der aktuellen U 16 Mannschaft. Lediglich Thomas Welzel und Stanley Lamprecht wurden bei der Aufstellung berücksichtigt. Es entwickelte sich ein spannender erster Satz in dem den Wildauer Jungs schnell klar wurde das sie sich vor den teilweise doppelt so alten Lübberanern nicht verstecken brauchten. Diese waren lediglich körperlich überlegen und konnten sich so über den ersten Satzgewinn freuen.
Die Wildauer setzen das im Training gelernte gut um und so lautete der einzige Kritikpunkt vor dem zweiten Satz, etwas mutiger zu agieren. Denn um sich zu verstecken gab es keinen Grund.
Mit neuem Mut startete die Mannschaft in den zweiten Satz . Doch die körperlichen Vorteile des TSG Lübben waren vor allem am Netz eindeutig. Dennoch gab die Mannschaft sich nicht auf und kämpfte um jeden Ball. In den Auszeiten sprach Trainer Marco Göhr den Jungs Mut zu und lobte die Einsatzbereitschaft. Dennoch gewann TSG 65 Lübben den zweiten Satz mit 25:17.
Trotz der beiden verlorenen Sätze wurde an der Grundaufstellung nichts geändert, um den Jugendlichen die Spielpraxis nahe zu bringen. Mit einem sagenhaften Vorsprung von 13:6 ging die Mannschaft gut gelaunt in die Auszeit. Aber die Freude war nicht von langer Dauer. Durch Eigenfehler und das körperliche Defizit verlor Wildau auch den dritten Satz mit 21:25.
Im zweiten Spiel gegen den SC 2000 Eichwalde spielten die etablierten Spieler der 2. Mannschaft. Die durch den Sieg gestärkten Eichwalder setzten im ersten Satz ihren Lauf fort und gewannen diesen gegen Wildau mit 25:16. Trainer Sven Rehfeldt sprach den Männern Selbstvertrauen zu und wies auf mehrere Kleinigkeiten, was die Eigenfehler betraf, hin.
Mit neuer Energie im Blut trat Wildau souverän auf und ging mit 9:3 in Führung. Wildau glänzte mit einer guten Annahme und lobender Chancenverwertung. Um den Block zu stärken wechselte Trainer Marco Göhr den Jugendspieler Max Sommerfeld ein, welcher seiner Aufgabe gerecht wurde. Doch der SC 2000 zeigte Biss und kämpfte sich bis 2 Punkte an die Wildauer ran. Beim Punktestand 22:20 für den Gastgeber verletzte sich Stanley Lamprecht und ein ausnahmsweiser Wechsel wurde vollzogen. In der Auszeit war das klare Thema die Chancenverwertung. Jedoch gab Wildau auch den zweiten Satz ab mit 24:26. Begründet werden kann dies durch die neue Aufstellung, verursacht durch den ausnahmsweisen Wechsel.
Mit neuer Konstellation und Willen gingen die Männer in Satz 3 und gewannen diesen eindeutig zu 25:18. Neue Entschlossenheit durchzog die Männer, jedoch das Pech verfolgte an diesem Tag den VC Wildau. Beim Punktestand 1:2 verletzte sich Martin Garske am Netz. Nach zwei Auszeiten überlegte Marco Göhr was er in dieser Situation machen sollte, da er keinen Auswechselspieler zur Verfügung hatte.
Martin Garske signalisierte trotz Verletzung sich in das Feld zu stellen um so einen verschenkten Sieg zu verhindern. Das Schicksal war besiegelt und wurde von Wildau angenommen. Jedoch nur knapp wurde der Satz abgegeben mit 24:26. Auf die Qualität des Schiedsgerichts wird in diesem Spiel bewusst verzichtet. Alles in allem war es ein sehr spannendes Spiel mit vielen Hindernissen, welche sich Wildau in den Weg stellte.
Abschließend werden den Verletzten eine schnelle Genesung und den Jugendspielern weiterhin viele kleine Erfolge gewünsch.
VC Wildau: Thomas Welzel, Martin Garske, Markus Norden, Stanley Lamprecht, Nico Dornau, Daniel Kaminski, Max Sommerfeld, Christian Schirmer, David Weyers, Leon Endres,Erik Müller, Sebastian Rutz, Robert Mollenschott